Wie du die Ladezeit deiner Website optimieren kannst.

Blogbeitrag Juni 2021 - Wie du Ladezeiten deiner Website optimieren kannst.

Lass deine Kunden nicht unnötig lange warten!

Einfach mehr Traffic durch schnelle Ladezeiten.

Du hast viel Zeit und Herzblut in die Gestaltung deiner Website investiert, aber der Traffic bleibt nach wie vor aus? Dann prüfe doch einmal, wie es um die Ladezeit deiner Website steht. Warum? Stell dir folgende Situation vor: Du bist online auf der Suche nach neuen Kopfhörern. Natürlich hast du schon eine recht konkrete Vorstellung, was sie technisch können sollen. Für den Vergleich der Angebote musst du dich durch viele Suchergebnisse klicken. Der Shop, in dem du dich gerade umschaust, lädt aber jede Seite so langsam, dass du immer wieder warten musst. Es ist, als stehst du kurz vor dem Ziel in einem Stau. Wie schnell verlässt du wohl diese Seite und suchst einen Shop, der schneller lädt? Genauso geht es den meisten Nutzern und dementsprechend auch Google beim Crawlen deiner Website. Die Suchmaschine lässt die Ladezeit von Websites, auch Pagespeed genannt, in die Bewertung mit einfließen. Deshalb springen dir nicht nur die Nutzer ab, sondern du wirst auch weiter unten in den Suchergebnissen gerankt, wenn deine Seite langsam lädt. Warum das so ist und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Warum ist die Ladezeit deiner Website so wichtig?

Es gibt zahlreiche Gründe, aus denen du dich um die Ladezeit deiner Website kümmern solltest. Sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen wie Google legen großen Wert auf kurze Ladezeiten – am besten unter 2 Sekunden
  • User Experience: Die meisten User reagieren auf lange Ladezeiten genervt und frustriert. Sie haben weder die Geduld noch die Zeit, nach jedem Klick zu warten. Deshalb verlassen sie die Website schnell wieder, wenn sie zu lange lädt.
  • Absprungrate Die User Experience ist ein wichtiger Baustein in der Suchmaschinenoptimierung. Für deine Platzierung in den Google-Suchergebnissen spielt es eine große Rolle, wie relevant deine Inhalte für die Nutzer sind. Kehren sie nach einem Besuch auf deiner Website unmittelbar wieder in die Suche zurück, springen also ab, wertet Google das als Indikator, dass du irrelevante Inhalte anbietest, und bewertet dich schlechter.
  • SEO-Ranking: Je schneller die Website, desto besser dein Ranking. Google wertet die Ladezeit deiner Website als Ranking-Faktor. Prinzipiell werden Websites mit schlechter Performance schlechter gerankt als diejenigen mit guter Performance.
  • Crawling: Suchmaschinen wie Google & Co. indexieren fortlaufend das Internet mit sogenannten „Crawlern“. Die Crawler lesen die verwertbaren Informationen auf Websites und speichern sie in einem Index, dessen Inhalt anschließend mit Algorithmen nach den Ranking-Faktoren sortiert und als Suchergebnis ausgegeben wird. Bei der großen Menge an Websites im „World Wide Web“ ist es naheliegend, dass der Crawler viel Arbeit hat und deshalb Websites bevorzugt, auf denen er schnell alle nötigen Informationen findet. Jeder Website steht dabei ein zeitliches Crawling Budget zur Verfügung. Ist das aufgebraucht, dauert es, bis der Crawler erneut vorbeischaut. Außerdem: Lädt eine Website langsam, wertet Google das als Problem mit dem Server und reduziert deshalb ebenfalls die Crawl-Rate.
  • Conversions: Lange Ladezeiten können dir die Verkäufe vermiesen. Wer nach jedem Klick warten muss, springt mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit vom Kauf, also von deiner gewünschten Conversion, ab.
  • Professionalität: Websites, die schnell laden, wirken professionell. Langsame Websites hingegen wirken veraltet und vernachlässigt – unprofessionell. Dieser Eindruck entsteht innerhalb von Sekunden auch von deinem Unternehmen.

Woran kann es liegen, dass meine Page zu wenig Speed hat?

Natürlich hängt die Ladezeit deiner Website unter anderem von der Internetgeschwindigkeit, dem Standort oder dem Browser des Nutzers ab – auf diese Punkte hast du Einfluss. Es gibt aber einige Faktoren, die du durchaus selbst einem Test unterziehen kannst. Ursachen für eine lange Ladezeit können unter anderem folgende sein:
  • Große Bilder
  • Dekomprimierte Dateien
  • Fehlende GZIP-Komprimierung
  • Langsame Hostingserver
  • Blockierende Skripte
  • Nicht genutztes Server- und Browsercaching

Um herauszufinden, ob einer oder mehrere dieser Punkte bei deiner Website Probleme verursachen, kannst du Tools wie PageSpeed Insights, GT-Metrix oder pingdom.com verwenden. Viele Tools zur SEO-Optimierung wie Seobility oder Sistrix geben dir ebenfalls einen Überblick über deine Ladezeit. 

Wie kann ich die Ladezeit meiner Website optimieren?

Du musst kein Profi-Webdesigner sein, um die erste Optimierung deiner Website-Ladezeit durchzuführen. Diese Punkte kannst du eigenständig in die Hand nehmen.
  • Bilder optimieren
    Um auf deiner Website professionell und ansprechend zu wirken, müssen Bilder nicht unbedingt die höchstmögliche Auflösung haben. Je höher die Auflösung, desto mehr Speicher verbraucht das Bild. Je mehr Speicher ein Bild verbraucht, desto langsamer wird die Website. Das ist übrigens auch einer der Gründe, aus denen hochauflösende Slider und Videos auf der Startseite nicht mehr empfohlen werden. Allgemein gilt der Grundsatz: Bilder, die größer als 150 bis 200 Kilobyte sind, sind zu groß. Nur Hintergründe und lange Scroll-Grafiken bilden eine Ausnahme. Viele Content Management Systeme (CMS) wie etwa WordPress bieten Plug-ins zur Komprimierung deiner Bilder an. Solltest du über eine Adobe Photoshop Lizenz verfügen, kannst du hiermit über die Funktion „Bilder für Web speichern“ die Größe testen und anpassen
  • PHP-Version
    Nutzt du ein PHP-basiertes CMS wie etwa WordPress oder TYPO3, solltest du regelmäßig überprüfen, ob die verwendete PHP-Version noch aktuell ist. Bei vielen Providern gibt es über die Verwaltungsoberfläche die Möglichkeit, die PHP-Version einzustellen. Doch Achtung: Mit einer PHP-Aktualisierung greifst du in die grundlegende Programmierung deiner Webseite ein. Um sicherzugehen, dass die Webseite auch nach der Anpassung noch funktioniert, solltest du einen Profi hinzuzuziehen.
  • Daten löschen Nicht genutzte oder doppelte Bilder und Dateien solltest du vom Server löschen. Nutzt du ein CMS, für das es ein entsprechendes Plug-in gibt, kannst du die Suche danach einfach automatisiert laufen lassen. Für WordPress gibt es zum Beispiel den Media Cleaner.

 

Wie können Profis die Ladezeit deiner Website optimieren?

Du hast alle Schritte zur eigenständigen Optimierung deiner Ladezeit durchgeführt, die Zeit ist trotzdem noch zu hoch? Dann lohnt sich ein Gang zum Profi! Zusätzlich zu den von dir durchgeführten Optimierungen gibt es auch einige Stellschrauben, an die du nur einen Profi ranlassen solltest. An dieser Stelle können wir dir unsere Unterstützung anbieten. Solltest du ab jetzt nur noch Bahnhof verstehen: keine Sorge. Nimm einfach Kontakt zu uns auf. Wir erklären dir die nötigen Schritte, um die Ladezeit deiner Website zu perfektionieren. Diese Schritte sind unter anderem:
  • Zusammenführen von Scripts und Stylesheets und diese, wo möglich asynchron laden
  • Aktivieren der Komprimierung für Dateien auf dem Server
  • Aktivieren und Konfigurieren von Caching
  • Bereinigen der Datenbank (z.B. Autoload-Optionen in WordPress)

Steigere deinen Website-Traffic durch die Optimierung deiner Ladezeit!

Um zum Beispiel vom Anfang unseres Artikels zurückzukommen: Möchte jemand dir Kopfhörer verkaufen, sollte er dir schnell Informationen liefern, damit du eine fundierte Kaufentscheidung treffen kannst. Dazu muss der Online-Shop schnell laden. Dasselbe gilt, wenn du deinen Kunden etwas verkaufen willst: Lass sie nicht im Datenstau stehen. Gib ihnen zügig die passenden Informationen. Sorg dafür, dass Deine Website schnell lädt. Andernfalls büßt du nicht nur wichtige Plätze im Google-Ranking ein, sondern auch wiederkehrende Nutzer oder sogar Kunden. An vielen Stellschrauben zur Optimierung deiner Ladezeit kannst du selbst drehen und die Entwicklung deiner Website mit einem entsprechenden Tool beobachten. Wichtig ist: Kontrolliere deine Pagespeed regelmäßig und ergreife, wenn nötig, weitere Maßnahmen zur Optimierung. So werden sich langfristig auch deine Rankings und vor allem deinen Traffic verbessern.

Ein Beitrag von:

Denise Velder

Denise Velder

Auszubildende Mediengestalterin

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